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KONZERNLAGEBERICHT

 

 

Umsatzverteilung nach Regionen

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Umsatzentwicklung

 

Konzernumsatz wächst 5,2 %

Der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern hat im vergangenen Geschäftsjahr (1. März 2008 bis 28. Februar 2009) erfolgreich dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld getrotzt und die Umsatzdynamik im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Insgesamt wuchs der Konzernumsatz einschließlich Neueröffnungen von netto 2.469 Mio. € um 5,2 % auf 2.599 Mio. €.

Die Konzernumsätze verteilen sich auf die fünf Warenbereiche Eisenwaren/Elektro, Farben/Tapeten/ Bodenbeläge, Baustoffe/Holz/Baufertigteile, Sanitär/Fliesen sowie Garten. Den größten Umsatzanteil hatten wie im letzten Jahr die Sortimente aus dem Bereich Baustoffe, Holz und Baufertigteile. Der gewichtete Umsatz je Markt erhöhte sich von 20,1 Mio. € im Vorjahr auf 20,6 Mio. €. Der durchschnittliche gewichtete Nettoumsatz je qm Verkaufsfläche stieg konzernweit von 1.810 € auf 1.839 €. Gemessen an den Gesamtumsätzen in Europa verteidigte HORNBACH damit seine Spitzenposition unter den zehn größten deutschen Baumarktbetreibern.

 

Die Nettoumsätze in Deutschland nahmen gegen den Branchentrend um 1,8 % auf 1.534 Mio. € (Vj. 1.507 Mio. €) zu. Somit ist HORNBACH 2008 wie auch in den Vorjahren wiederum schneller gewachsen als die DIY-Branche. Unsere internationalen Filialen knüpften an die erfolgreiche Geschäftsentwicklung des Vorjahres an und steigerten den Nettoumsatz von 962 Mio. € um 10,6 % auf 1.065 Mio. €. Der Anteil der Auslandsfilialen am Konzernumsatz hat im Berichtsjahr erstmals die Schwelle von 40 % überschritten und erreichte nach zwölf Monaten 41,0 % (Vj. 39,0 %).

Flächenbereinigt plus 1,4 %
Im Konzern der HORNBACH-Baumarkt-AG haben sich die Umsätze auf vergleichbarer Verkaufsfläche, das heißt ohne Berücksichtigung von Neueröffnungen, im Berichtsjahr 2008/2009 um 1,4 % erhöht (Vj. minus 0,2 %).

Im Gegensatz zum Vorjahr, das durch eine stark gegensätzliche Performance im In- und Ausland gekennzeichnet war, trugen 2008/2009 auch die inländischen Standorte zum flächenbereinigten Wachstum bei. In Deutschland koppelten wir uns deutlich vom DIY-Markt ab. Im übrigen Europa gelang es uns, das bereits hohe Umsatzniveau abermals zu steigern.

Flächenbereinigte Umsatzentwicklung nach Quartalen

(in Prozent)

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Hinweis: Aufgrund einer rückwirkenden Korrektur bei der Berechnung der flächenbereinigten Umsätze im Ausland haben sich die Prozentwerte für das übrige Europa sowie für den Konzern gegenüber dem Ausweis in den Quartalsberichten 2008/2009 teilweise erhöht. Ursprünglich gemeldet wurden für das übrige Europa 2,9 % (Q1), 1,7 % (Q2) sowie 0,8 % (Q3). Für den Konzern wurden ursprünglich 2,4 % (Q2) und 1,5 % (Q3) ausgewiesen.

  • Deutschland
    Im Gegensatz zum wetterbegünstigten Saisonstart ein Jahr zuvor kam das Frühjahrsgeschäft 2008 unter den vergleichsweise deutlich kühleren und feuchteren Witterungseinflüssen im März und April 2008 nicht aus den Startlöchern. Im Mai 2008 sorgte die sprunghaft gestiegene Nachfrage nach Gartenartikeln und Pflanzen für einen Umsatzschub, der die rückläufigen Zahlen der beiden Vormonate mehr als ausgleichen konnte. So lag der flächenbereinigte Umsatz in Deutschland im ersten Quartal 2008/2009 um 0,6 % über der hohen Vorjahresbasis.

    Auch im zweiten und dritten Quartal des Geschäftsjahres entwickelten sich die Umsätze in einem eher schwachen Wettbewerbsumfeld mit Wachstumsraten von 2,8 % bzw. 1,9 % sehr erfreulich. Dies umso mehr, als die Inflation in Deutschland in den Sommermonaten 2008 langjährige Höchststände bei mehr als 3 % erreichte und die Kaufkraft empfindlich schwächte. Die stark gestiegenen Energiepreise hatten für HORNBACH aber auch positive Seiten:
    Immer mehr Verbraucher wurden für das Thema Energiesparen in Haus und Wohnung sensibilisiert. Gerade hier haben wir uns wie kein anderes DIY-Unternehmen der Branche mit einem breiten Sortiment und professioneller Beratung bei Renovierungsprojekten wie Gebäudedämmung, Austausch von Fenstern, Türen oder Heizkesseln positioniert. So haben die überdurchschnittlichen Zuwachsraten der Energiesparsortimente zum flächenbereinigten Umsatzanstieg beigetragen.

    Unser auf den Projektkunden ausgerichtetes Handelsformat hat sich auch in der Zuspitzung der Finanz- und Wirtschaftskrise bewährt. In den Monaten Dezember 2008 und Januar 2009 bewegten sich die Inlandsumsätze weiter auf dem Wachstumspfad. Dass die flächenbereinigten Umsätze im vierten Quartal 0,9 % unter dem Vorjahreswert lagen, ist im Wesentlichen auf den fehlenden Verkaufstag und den deutlich härteren Winter im Februar 2009 zurückzuführen. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2008/2009 war keine krisenbedingte Kaufzurückhaltung festzustellen.

    Die Performance des Gesamtjahres kann sich trotz des schwächeren Schlussquartals sehen lassen: Nach zwölf Monaten verbesserten wir die flächenbereinigten Umsätze in Deutschland um 1,2 %, nach einem Minus von 3,6 % im Vorjahr. Damit haben wir den Vorsprung auf den Wettbewerb im Vergleich zum Geschäftsjahr 2007/2008 nochmals vergrößert. Bezogen auf das Kalenderjahr 2008 (Januar bis Dezember) gingen die flächenbereinigten Bruttoumsätze der deutschen DIY-Branche um 2,0 % zurück, während HORNBACH gegen den rückläufigen Trend ein Plus auf vergleichbarer Verkaufsfläche in Höhe von 2,2 % erzielte. Im Berichtszeitraum März 2008 bis Februar 2009 schnitten wir im Monatsmittel ebenfalls um mehr als vier Prozentpunkte besser ab als der Branchendurchschnitt in Deutschland. Dies ist ein Beleg für die Stärke unseres Handelsformates der großflächigen Bau- und Gartenmärkte. Dank der überdurchschnittlichen Umsatzentwicklung hat HORNBACH den Marktanteil in Deutschland im Jahr 2008 weiter vergrößert. In Bezug auf die Gesamtumsätze aller deutschen Bau- und Gartenmärkte (21,6 Mrd. €) stieg er von 8,3 % auf 8,5 %. Betrachtet man nur die Bau- und Gartenmärkte mit mehr als 1.000 qm Verkaufsfläche in Deutschland (Marktvolumen 17,55 Mrd. €), so ist unser Marktanteil in diesem Segment von 10,2 % auf 10,4 % gewachsen.
  • Übriges Europa
    In den Filialen außerhalb Deutschlands gelang es uns im Gesamtjahr 2008/2009, das in der Vergangenheit erreichte hohe Umsatzniveau zum zehnten Mal in Folge zu übertreffen. Die Umsätze auf vergleichbarer Verkaufsfläche stiegen hier um 1,7 % (Vj. 6,0 %). Die Entwicklung in den ersten drei Quartalen zeigte sich vom europaweit eingetrübten Konsumklima, das von stark angestiegenen Lebenshaltungskosten und Rezessionsängsten verursacht worden war, relativ unbeeindruckt: Im Schnitt verbesserten sich die flächenbereinigten Umsätze mit einer Rate von rund 3 %. Aufgrund der belastenden saisonalen Einflüsse im Februar 2009 gaben auch die flächenbereinigten Umsätze außerhalb Deutschlands im vierten Quartal nach (minus 3,2 %). Im Gesamtjahr 2008/2009 jedoch konnten unsere internationalen Aktivitäten diese Abschwächung dank der erfreulichen Zuwachsraten in den ersten neun Monaten mehr als ausgleichen.

Vier neue HORNBACH Bau- und Gartenmärkte
Im Berichtsjahr 2008/2009 haben wir die Expansion mit der Eröffnung vier neuer großflächiger HORNBACH Bau- und Gartenmärkte vorangetrieben. Im Juli 2008 eröffneten wir unseren ersten Standort in der schwedischen Hauptstadt Stockholm (Botkyrka). Ebenfalls im Juli startete in Rumänien der zweite HORNBACH-Markt in Bukarest. In der Schweiz begann im November 2008 der Verkauf in unserem neuen Standort in Biel. Neben den drei Internationalen Eröffnungen stand auch noch eine Premiere im Inland auf dem Programm: In Hamburg öffnete Ende Januar 2009 unser erster Bau- und Gartenmarkt im Stadtteil Eidelstedt. Unter Berücksichtigung der vier Neueröffnungen betreiben wir zum 28. Februar 2009 konzernweit 129 Einzelhandelsfilialen (29. Februar 2008: 125). Die Verkaufsfläche unserer 92 (Vj. 91) Filialen in Deutschland beläuft sich auf rund 971.000 qm. Die durchschnittliche Filialgröße im Inland beträgt mehr als 10.500 qm. Außerhalb Deutschlands betreiben wir auf einer Verkaufsfläche von rund 476.000 qm 37 (Vj. 34) Bau- und Gartenmärkte mit einer durchschnittlichen Verkaufsfläche von knapp 12.850 qm. Die Märkte verteilen sich auf die Länder Österreich (11), Niederlande (8), Luxemburg (1), Tschechische Republik (6), Schweiz (4), Schweden (3), Slowakei (2) und Rumänien (2). Bei einer Gesamtverkaufsfläche im Konzern von rund 1.447.000 qm (Vj. 1.385.000 qm) liegt die durchschnittliche Verkaufsfläche je Filiale inzwischen bei rund 11.200 qm (Vj. rund 11.100 qm). Damit haben wir unsere Alleinstellung unter den europäischen Baumarktbetreibern im Segment der DIY-Megastores mit Verkaufsflächen von mehr als 10.000 qm weiter gefestigt.