KONZERNLAGEBERICHT
Ertragslage
Im Konzern der HORNBACH-Baumarkt-AG haben wir die Erträge
im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr erwartungsgemäß
deutlich überproportional zum Umsatzwachstum gesteigert.
Dies ist ganz wesentlich auf die gesteigerte Ertragskraft im
Segment Baumärkte zurückzuführen. Ausschlaggebend dafür
waren in erster Linie die flächenbereinigten Umsatzsteigerungen
im In- und Ausland in Verbindung mit einer leicht höheren
Handelsspanne sowie eine verbesserte Kosteneffizienz in den
Filialen. Ferner trugen signifikante nicht-operative Ergebnissteigerungen
im Segment Immobilien zum Gewinnanstieg im
Konzern bei, während im Vorjahr nicht-operative Belastungen
im Immobilien-Segment verkraftet werden mussten.
Das Betriebsergebnis (EBIT) des Konzerns erhöhte sich im
Gesamtjahr 2008/2009 entsprechend unserer Prognose
deutlich stärker als der Konzernumsatz um 72,7 % auf
136,5 Mio.€ (Vj. 79,1 Mio.€).
(Differenzen durch Rundung in Mio. €)
Rohertragsmarge
Wie bereits im Vorjahr wirkte sich die leicht verbesserte Handelsspanne
positiv auf die Ertragsentwicklung im Konzern der
HORNBACH-Baumarkt-AG aus. Der warenwirtschaftliche
Rohertrag in Prozent vom Nettoumsatz stieg von 36,3 % auf
36,6 %. Diese erfreuliche Entwicklung ist hauptsächlich auf
verbesserte Einkaufskonditionen zurückzuführen, in die der
Rückgang der weltweiten Rohstoffpreise seit Sommer 2008
eingeflossen ist. Ferner haben wir von der erfolgreichen
Zusammenarbeit im internationalen Einkauf mit dem strategischen Partner Kingfisher plc profitiert. Daneben haben
auch Veränderungen im Sortimentsmix, die zu einem höheren
Umsatzanteil spannenstarker Sortimente führten, und Erfolge
bei der Verringerung von Schwund und Bruch zur Erhöhung
der Rohertragsmarge beigetragen.
Voreröffnungs-, Filial- und Verwaltungskosten
Unterproportional zum Umsatzanstieg entwickelten sich die
Filialkosten, die im Gesamtjahr 2008/2009 mit 757,4 Mio. €
(Vj. 726,4 Mio. €) ausgewiesen werden. Die Filialkostenquote
verringerte sich insgesamt von 29,4 % auf 29,1 %. Dabei
konnte die Personalkostenquote der Märkte konstant gehalten
werden. Die Mietaufwendungen erhöhten sich planmäßig.
Die allgemeinen Betriebskosten, in denen auch die forcierten
Maßnahmen zur Optimierung unserer Warenpräsentationen
enthalten sind, stiegen proportional. Die Werbeaufwendungen
sind in Relation zum Nettoumsatz leicht zurückgegangen.
Die Voreröffnungskosten, bei denen es sich im Wesentlichen
um Personalaufwand handelt, haben sich im vergangenen
Jahr von 6,4 Mio. € auf 8,5 Mio. € erhöht. Der Anstieg kam
trotz einer Neueröffnung weniger als im Vorjahr (vier versus
fünf) durch die abweichende unterjährige Eintaktung der
Markteröffnungen zustande. Drei der fünf Neueröffnungen des
Vorjahres fanden im ersten Quartal 2007/2008 statt. Ein Teil
der damit verbundenen Kosten für die Expansion entfiel bereits
auf das Jahr 2006/2007. Demgegenüber begann das
Eröffnungsprogramm im Berichtsjahr 2008/2009 erst drei
Monate später. Im Verhältnis zum Umsatz blieben die Voreröffnungskosten
mit 0,3 % nahezu konstant.
Die Verwaltungskosten im Konzern haben sich von 100,7 Mio. €
auf 106,4 Mio. € erhöht. Der Grund für die Zunahme sind
hauptsächlich die u. a. an die Gewinnentwicklung gekoppelten Prämienzahlungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
der 2008/2009 fortgeführte Roll-out des Warenwirtschaftssystems
in unsere Filialen sowie expansionsbedingte Mehraufwendungen
in Rumänien. In Relation zum Nettoumsatz
wird die Verwaltungskostenquote allerdings mit 4,1 %
konstant ausgewiesen.
Die in den Filial-, Verwaltungs- und Voreröffnungskosten
enthaltenen Personalaufwendungen (inklusive sonstiger
Personalkosten) sind von 399,9 Mio. € um 6,4 % auf
425,4 Mio. € überproportional zum Umsatzwachstum gestiegen.
Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen liegen mit
56,6 Mio. € um 9,5 % unter dem Vorjahreswert (62,5 Mio. €).
Darin enthalten sind außerplanmäßige Abschreibungen in
Höhe von 2,2 Mio. € (Vj. 3,6 Mio. €) im Wesentlichen bedingt
durch die mögliche Aufgabe eines geplanten Baumarktstandorts
sowie aufgrund niedriger als erwartet ausfallender Erlöse
aus dem Verkauf von nicht mehr betriebsnotwendigen Grundstücken.
Die außerplanmäßigen Abschreibungen werden
innerhalb des sonstigen Ergebnisses ausgewiesen.
Sonstiges Ergebnis
Das sonstige Ergebnis machte im Geschäftsjahr 2008/2009
einen Sprung von 15,3 Mio. € auf 56,7 Mio. €. Der Hauptgrund
für den kräftigen Anstieg sind nicht-operative Ergebnisverbesserungen
im Segment Immobilien per Saldo von
43,1 Mio. €. Das nicht-operative Ergebnis erreichte
34,8 Mio. €. Darin waren im Wesentlichen Buchgewinne aus
der Veräußerung dreier Baumarktimmobilien im Wege von
Sale & Leaseback-Transaktionen sowie aus dem Verkauf
zweier nicht betriebsnotwendiger Grundstücke in Höhe von
37,4 Mio. € enthalten. Dem standen außerplanmäßige Abschreibungen
auf das Anlagevermögen (2,2 Mio. €) sowie auf
die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte
(0,5 Mio. €) entgegen. Demgegenüber verbuchten wir im
Vorjahr 2007/2008 per Saldo Ertragsbelastungen in Höhe von
8,3 Mio. €, die überwiegend durch außerplanmäßige
Abschreibungen auf Immobilien (3,6 Mio. €), Kosten für die
Sanierung eines Baumarktstandortes (3,0 Mio. €), Abgangsverluste
aus einem nicht weiter entwickelten Investitionsprojekt
sowie höhere Baukosten für einen bereits eröffneten
Markt und sonstige Belastungen aus der Immobilienentwicklung verursacht worden waren. Die im sonstigen Ergebnis
enthaltenen Erträge aus Werbekostenzuschüssen gingen im
Geschäftsjahr 2008/2009 von 11,3 Mio. € auf 10,5 Mio. €
zurück.
Erträge im Konzern deutlich über Vorjahresniveau
Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir alle Ertragskennziffern
deutlich verbessert. Das Ergebnis unbeeinflusst von
Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) stieg im Konzern
der HORNBACH-Baumarkt-AG um 36,4 % auf 193,2 Mio. €
(Vj. 141,6 Mio. €). Die EBITDA-Marge (in Prozent vom Nettoumsatz)
erhöhte sich von 5,7 % auf 7,4 %.
Das Betriebsergebnis (EBIT) wuchs um 72,7 % auf 136,5 Mio. €
(Vj. 79,1 Mio. €). Die EBIT-Marge verbesserte sich von 3,2 %
auf 5,3 %. Zu dem deutlichen Anstieg haben sowohl das
Segment Baumärkte als auch das Segment Immobilien
beigetragen. Das EBIT im Segment Baumärkte erhöhte sich
um 26,1 % auf 84,1 Mio. € (Vj. 66,7 Mio. €). Damit stieg die
operative EBIT-Marge von 2,7 % auf 3,2 %. Im Segment Immobilien
machte das EBIT wesentlich bedingt durch die nichtoperativen
Ertragssteigerungen im sonstigen Ergebnis einen
Sprung von 25,7 Mio. € auf 67,7 Mio. € (plus 163,4 %).
Bereinigt um die nicht-operativen Sondereinflüsse in Höhe
von 34,8 Mio. € (Vj. minus 8,3 Mio. €) ist das operative EBIT
im Berichtsjahr um 16,4 % gestiegen.
Das Finanzergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr signifikant
von minus 23,3 Mio. € auf minus 14,6 Mio. € verbessert.
Das lag zum einen an den deutlich gestiegenen Zinserträgen
(plus 3,4 Mio. €) in Verbindung mit niedrigeren Zinsaufwendungen.
Zum anderen hat sich das Währungsergebnis signifikant
verbessert (plus 4,2 Mio. €). Erträge und Aufwendungen
aus Währungskursdifferenzen werden erstmals im Geschäftsjahr
2008/2009 im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Vorjahreswerte
wurden entsprechend angepasst (siehe auch die
erläuternden Anmerkungen (6) und (7) im Anhang).
Wegen der deutlich überproportionalen Verbesserung des
Finanzergebnisses hat sich das Konzernergebnis vor Steuern
im Vergleich zum Anstieg des EBIT noch stärker erhöht. Es
kletterte um 118,7 % auf 121,9 Mio. € (Vj. 55,8 Mio. €); die
Umsatzrendite vor Steuern stieg von 2,3 % auf 4,7 %.
Der Jahresüberschuss im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern
hat sich im Geschäftsjahr 2008/2009 von 46,6 Mio. € auf
94,9 Mio. € mehr als verdoppelt. Die Konzernsteuerquote stieg
von 16,4 % auf 22,2 %. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass
wir im Geschäftsjahr 2007/2008 einen steuerlichen Sonderertrag
in Höhe von 8,3 Mio. € aus der Neubewertung der aktiven
und passiven Steuerlatenzen aufgrund der Unternehmenssteuerreform
in Deutschland zu verzeichnen hatten. Im
Berichtsjahr konnten die Veräußerungsgewinne aus den beschriebenen
Immobilientransaktionen teilweise steuerfrei
vereinnahmt werden, wodurch der Steueraufwand um rund
5,9 Mio. € reduziert wurde. Der effektive Steuersatz lag im
Wesentlichen durch diesen Effekt unterhalb des erwarteten
durchschnittlichen Steuersatzes in Höhe von 30 %. Die Umsatzrendite
nach Steuern wuchs von 1,9 % auf 3,7 %. Das
unverwässerte IFRS-Ergebnis je Aktie im Konzern erreichte
unter Berücksichtigung der 55.040 neuen Aktien, die im
Geschäftsjahr 2008/2009 im Zuge des Aktienoptionsplans
1999 der Gesellschaft entstanden sind, 6,04 € (Vj. 2,98 €).

Ergebnisbeiträge nach Regionen
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/2009 ist es uns gelungen,
die absoluten Ergebnisbeiträge sowohl im Inland als
auch im Ausland zu steigern. In der geografischen Abgrenzung
sind die prozentualen Ergebnisbeiträge aus Deutschland
und dem übrigen Europa im Vergleich zum Vorjahr auf Ebene
des EBIT nahezu unverändert geblieben; auf Ebene des
EBITDA hat der internationale Anteil nochmals zugelegt.
Während im Geschäftsjahr 2007/2008 der hohe internationale
Anteil vor allem durch die stark gegenläufige Umsatzentwicklung
im In- und Ausland verursacht worden war, waren im
Berichtsjahr die signifikanten Ertragssteigerungen im Segment
Immobilien maßgeblich dafür verantwortlich, dass der
Ergebnisanteil in Deutschland trotz verbesserter Erträge nicht
gestiegen ist. Ferner schlägt sich in der Segmentberichterstattung
die im übrigen Europa größere flächenbereinigte
Umsatzdynamik sowie die höhere Profitabilität nieder.
Das EBITDA in Deutschland erhöhte sich von 54,8 Mio. € auf
60,6 Mio. €. Dies entspricht einem Anteil am EBITDA im Konzern
von 31 % (Vj. 39 %). Das EBIT verbesserte sich in
Deutschland von 13,9 Mio. € auf 24,0 Mio. €. Der Inlandsanteil
auf Ebene des Betriebsergebnisses verharrte damit bei
18 % (Vj. 18 %).
Die Ergebnisbeiträge der internationalen Aktivitäten werden
auf Ebene des Teilkonzerns HORNBACH International zusammengefasst.
Wie in der Segmentberichterstattung zu erkennen
ist, haben die absoluten Ergebnisbeiträge des Auslands von den
komplett außerhalb Deutschlands erzielten Veräußerungsgewinnen
im Segment Immobilien (37,4 Mio. €) profitiert. Auf
das Ausland entfielen im Berichtszeitraum mit 131,8 Mio. €
(Vj. 86,9 Mio. €) rund 68 % (Vj. 61 %) des EBITDA im HORNBACH-Baumarkt-
AG Konzern. Das EBIT machte im Ausland einen
Sprung von 65,2 Mio. € auf 111,8 Mio. €. Der Auslandsanteil
blieb bei 82 % (Vj. 82 %).
Im Verhältnis zum Umsatzanteil (2008/2009: 41 %) wird
ersichtlich, welchen Stellenwert die HORNBACH-Filialen im
europäischen Ausland für die Ertragsentwicklung im Konzern
haben. Darin drückt sich gleichzeitig der Erfolg der internationalen
Expansionsstrategie aus. HORNBACH ist es gelungen,
sein unverwechselbares Handelsformat, das insbesondere auf
höchste Qualität in der Mitarbeiterqualifikation und damit
auch in der Kundenberatung setzt, in unterschiedlichste
Ländermärkte auszurollen und sukzessive Marktanteile zu
gewinnen.
In Österreich haben sich unsere HORNBACH Bau- und Gartenmärkte
in einem stark umkämpften Wettbewerbsumfeld
auf dem Umsatzniveau des Vorjahres behaupten können. Das
Betriebsergebnis wurde im Vergleich zum Vorjahr verbessert.
Im Geschäftsjahr 2008/2009 gab es keine Veränderungen im
Filialnetz. Wir betreiben in Österreich zum 28. Februar 2009
elf großflächige HORNBACH Bau- und Gartenmärkte mit einer
Verkaufsfläche von 139.000 qm.
In den Niederlanden setzten unsere Bau- und Gartenmärkte
ihren Wachstumskurs im Geschäftsjahr 2008/2009 fort. Im
Verhältnis zum Umsatzwachstum ist das EBIT überproportional
gestiegen. Bei den niederländischen Heimwerkern hat sich
HORNBACH in den letzten zehn Jahren erfolgreich als Marke
etabliert. Im Rahmen einer renommierten Verbraucherbefragung
wurde HORNBACH im Jahr 2008 zum vierten Mal in Folge
zum „besten Baumarkt der Niederlande“ gewählt. Zum Bilanzstichtag
28. Februar 2009 zählte das HORNBACHFilialnetz
in den Niederlanden unverändert acht Märkte mit
einer Verkaufsfläche von rund 86.500 qm.
Unser Bau- und Gartenmarkt Bertrange in Luxemburg hat es
im vergangenen Geschäftsjahr erneut geschafft, den Umsatz
zu erhöhen. Der mit einer gewichteten Verkaufsfläche von
mehr als 12.000 qm größte Baumarkt des Landes hat sich in
einem intensiven Konkurrenzumfeld erfolgreich positioniert.
Die Tschechische Republik und die Slowakei zählten in den
ersten drei Quartalen zu den wachstumsstärksten Ländern im
europäischen HORNBACH-Verbund. Im vierten Quartal konnte
das hohe Umsatzniveau der Vorjahre nicht mehr gehalten
werden. Gründe waren zum einen dieselben belastenden
saisonalen Einflüsse, die auch in den meisten anderen
HORNBACH-Regionen im Februar 2009 zu einer rückläufigen
Umsatzperformance auf vergleichbarer Verkaufsfläche gesorgt
haben. Zum anderen hat sich die Konsumstimmung in
diesen vom drastischen Kapazitätsabbau in der europäischen
Automobilindustrie besonders betroffenen Ländern stärker
abgeschwächt als in vielen anderen Ländern der EU. Auf
Jahressicht verzeichneten beide Länder, die operativ als eine
Region geführt werden, aber weiterhin ein Umsatzwachstum und einen Anstieg der EBIT-Marge. Dies ist der großen Popularität
unserer großflächigen Bau- und Gartenmärkte zuzuschreiben,
die in der Vergangenheit auch dem traditionellen
Facheinzelhandel erfolgreich Marktanteile abgenommen
haben. Im Berichtsjahr gab es keine Neueröffnungen. Das
Filialnetz in der Tschechischen Republik umfasst sechs
Standorte. In der Slowakei betreiben wir zum Bilanzstichtag
unverändert zwei Standorte. Die Verkaufsfläche in beiden
Ländern beträgt zum Geschäftsjahresende mehr als
110.000 qm.
In der Schweiz haben wir im November 2008 unser Standortnetz
mit der Eröffnung der Filiale in Biel auf vier HORNBACH
Bau- und Gartenmärkte mit einer Gesamtverkaufsfläche von
rund 52.000 qm (Vj. 35.100 qm) ausgebaut und den Nettoumsatz
im Gesamtjahr erhöht. In der Gunst der eidgenössischen
Heimwerker stehen wir ganz oben: Im Kundenmonitor Schweiz
belegten wir zum zweiten Mal Platz eins in der Globalzufriedenheit. Auf diesem Erfolg wollen wir weiter aufbauen
In Schweden haben wir im vergangenen Geschäftsjahr in der
Landeshauptstadt Stockholm unseren ersten Standort eröffnet
und die Nettoumsätze der insgesamt drei schwedischen
HORNBACH-Filialen signifikant erhöht. Auf alter Verkaufsfläche
verzeichneten wir einen erfreulichen Umsatzanstieg;
das EBIT der bestehenden Märkte erhöhte sich deutlich überproportional
zum Umsatzwachstum. Zum 28. Februar 2009
beläuft sich die gesamte Verkaufsfläche unserer Märkte in
Schweden auf rund 45.700 qm.
Besonders erfreulich war die Wachstumsdynamik in
Rumänien. Im Juli 2008 eröffneten wir mit großem Erfolg
unseren zweiten HORNBACH-Markt in Bukarest. Die Verkaufsfläche
in Rumänien beträgt zum Geschäftsjahresende rund
30.500 qm. Die große Nachfrage der Kunden nach unserem
umfangreichen Sortiment, unseren dauerhaft niedrigen Preisen
und professioneller Beratung hat für hohe zuwachsraten bei
Umsatz und EBIT gesorgt. Allerdings haben die konjunkturelle
Eintrübung durch die globale Wirtschaftskrise und die dadurch
verschlechterte Konsumstimmung in Rumänien seit
Ende des Geschäftsjahres 2008/2009 Bremsspuren in der Umsatzentwicklung unserer HORNBACH-Märkte vor Ort hinterlassen.
Es bleibt daher abzuwarten, wie schnell sich die stark
von Auslandsinvestionen beeinflusste rumänische Volkswirtschaft
von der Rezession erholen wird. Aufgrund des nach wie
vor großen Nachholbedarfs im Neubau- und Renovierungssektor
sehen wir jedoch weiterhin langfristig vielversprechende
Wachstumspotenziale in Rumänien.
Dividendenvorschlag
Vorstand und Aufsichtsrat der HORNBACH-Baumarkt-AG
werden der Hauptversammlung am 9. Juli 2009 vorschlagen,
eine Dividende auf Vorjahresniveau von 0,87 € je Stückaktie
auszuschütten. Wegen der konjunkturellen Unwägbarkeiten
durch die weltweite Rezession genießt die Sicherung und
Flexibilität unserer Finanzausstattung oberste Priorität. Daher
halten wir es für angemessen, an der langjährigen Kontinuität
unserer Ausschüttungspolitik festzuhalten.

* zzgl. weiterer Beteiligungsgesellschaften gemäß vollständiger Übersicht im Anhang auf Seite 107.
Stand: 28. Februar 2009